Dietmar Wolf, der grüne Wolf für Düsseldorf

Mit dem Rad nach Chablis und entlang des Canal de Nivernais

Strecke: Chablis - Préhy - St. Bris - Champ sur Yonne - voie verte - Canal de Nivernais - Surgy = #Kanalradeln


22.07.2018 59,99 km brühwarm & traurig...


Nach dem leckeren Frühstück ging es erst einmal auf den Sonntagsmarkt von Chablis. Käse-, Wurst-, Fleisch-, Weinspezialitäten aus der Region wechselten sich mit Chinauhren, T-Shirts und einem phänomenalen Süßigkeitenstand ab. Alles lag direkt am Hotel Bergerand vor der Tür, auch der sonntags geöffnete Supermarkt Casino. Alles bestens für Frisches und Wasser.
Federvieh gackerte. Für einen anständigen französischen Markt gehörten sich auch Lebendtiere, ein Hahn für ein Coq au Vin kostete gerade 15,00 Euro.

Leider sind ausgerechnet alle Chablis-Fotos verloren gegangen. Schade und traurig. Daher sieht diese Seite fotomäßig etwas blass aus. Es bleibt die schöne Erinnerung.
Mangels eigenem Material kopierte ich das Hotelbildensembel für die vorvorige Seite von der Bergerand-Homepage. Soviel Schleichwerbung darf sein, fühlte ich mich doch sehr wohl dort.

Der charmante "Hausgeist" überraschte bei der Abfahrt mit einem 2CV in der Garage, dessen Zier ist ein breites Schild auf dem Gepäckträger der Kofferraumplatte: "I love Chablis" war.
Eigentümerin Nicole de Merteuil vom Bergerand war so freundlich, mir ein Bild ihres 2CV zuzusenden, siehe vorherige Seite. Und da hat sie ja ein hübsches Motiv gewählt, nicht wahr?

Ein Markt bedeutet Straßensperrungen. So erhielt ich per Umleitung noch eine Extra-Stadtrundfahrt und nutzte schmalste Gässchen.

Nach meiner Erfahrung mit der Großstadt Troyes hatte ich keine große Lust auf Auxerre und wie bereits geschrieben ebenfalls nicht auf die D965. Ich entschied mich, leicht südlich zu bleiben und die Weinberge nach Préhy hinauf zu radeln.
Weinberge satt gab es nun links&rechts und oberhalb von Préhy noch einen allerletzten Blick auf Chablis. Der Abschied von meiner auf der ersten Seite beschriebenen "Vision Chablis" tat weh und machte mich sehr traurig.
Das gute Gefühl, dieses schöne Ziel geschafft zu haben, stellte sich erst Tage später ein. Komisch, ne?

Logisches Fazit auch beim Lesen viele Monate später: Ich komme wieder, keine Frage.
Und es kamen noch ganz viele schöne Tage, die ich toll genießen konnte. Weiter!

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In Préhy rechts ab hoch nach Courgis und dann rüber über den Kamm nach Chitry. Chitry überraschte mit einer erst seltsam anmutenden Kirche. Sie hatte zwei Türme, einmal den klassischen Glockenturm, dann aber noch einen weiteren runden (Pulver-)Turm??? Seltsam.
Mehr zur Kirche
Flott ging es weiter runter durch Saint-Bris-le-Vineux wo die Kellerei Domaine Verret eine Oldtimer-Ausstellung vor ihrem Hause anbot. Ein Citroen-Mehari fand sich unter den Fahrzeugen, auch hier keine Fotos...

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Flott runter an den nächsten Fluss Yonne nach Champs-sur-Yonne und hopp auf den hier beginnenden ausgebauten Radweg entlang des Canals de Nivernais. #Kanalradwandern war wieder angesagt.
Zog es sich wirklich so langweilig hin bis nach Surgy? Oder lag das an meiner immer noch vorhandenen Traurigkeit? Oder sind Hügel wirklich das Salz in der Suppe der Radreisenden?

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Meine diesmal preiswerte Hotelwahl, die Domaine de Surgy, ein nun von Gites de France betriebener ehemaliger Gutshof gefiel mir auf Anhieb. Quasi eine Art Jugendherberge für Erwachsene mit Gemeinschaftsduschen und -WCs, preiswert, sauber, gut. Bis zu 35 Personen finden dort Platz, ideal für Gruppen und Einzelreisende mit Rad wie ich. Ein tolles Ambiente, doch liefen da etwas seltsame Leute mit seltsamen Hüten und Hosen rum. Egal. l-auberge-de-l-orme-surgy-canal-de-nivernais
Mein super-velo kam zwar nicht in den Turm aber sicher direkt nebenan in den Stall.

In der nahen l’ Auberge de l’ Orme Surgy (via Facebook) erhält man ein Essen nur gegen telefonischer Vorbestellung. Auch egal. So gab es eben meinen Abendtrunk alleine in der Bar Tabac sitzend. Leute kamen nur, um Zigaretten zu holen. Aber das Bier lief...
In der Nacht wieherten nahbei Pferde und man hörte das Rauschen des Flüßchens Ruisseau d´ Andryes.

Was ich noch nicht wusste, ab dem nächsten Morgen klappte es auch mit den Fotos wieder, siehe die vier Bilder und die Uhr auf dem Rathaus von Surgy.
Zum Glück!
Aber eigentlich sollte ich den Hügel Chablis - Préhy - Courgis noch einmal fahren und Fotos machen, oder? Und dann bin ich bestimmt auch nicht mehr traurig. Im Gegenteil.





Karte
Die gesamte Tour ist in etwa auf einer Karte im kostenlosen Tourenportal komoot.de skizziert - Registrierung erforderlich.
Nach der erfolgten Registrierung auf der Tourseite zur vergrößerbaren Karte und Höhenangaben runterscrollen. Gute Lektüre.


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