Radreise Baltikum
11.07.2026 von Rannküla nach Paldiski
Vorweg: Heute gab es immer noch keine Elche, aber...
Die Wetterprognosen waren nicht so dolle, deshalb ließ ich mir etwas Zeit und trollte mich von Roosies Holzhäuschen in Rannaküla unter Petrus freundlichen Erfrischungen light die 2,3km nach Nova und ging ins Café Nova Kohvik (ab 10.00h geöffnet) frühstücken.
Draußen war auf einmal der Teufel los, eine große Gruppe Jugendlicher düste mit Warnwesten bewehrt auf Rädern Lärm machend irgendwohin.
Das Frühstück in dem netten gestern wie heute freundlichem Café bekam mir sehr gut und - Überraschung- nachdem ich noch kurz den Kauplus besuchte, klarte es auf und die Sonne blinzelte hervor. Im Laufe des Tages sollte sie noch an Strke gewinnen, konnte die heutigen Gegenwinde jedoch nicht besänftigen.
Zunächst rollte ich die mäßig befahrene Landstraße bis mich die EV-Beschilderung links in Richtung Vihterpalu abbiegen ließ, womit ein landschaftlich sehr schöner langer abschnitt des heutigen Tages durchsetzt mit Schotterpiste verschiedenster Qualitäten durchsetzt begann.
Am Wegesrand lagen plötzlich jede Menge mit Warnwesten bewehrte Fahrräder. Von der Gruppe sah ich nix. Waren die Elche vor Radreisenden wegscheuchen?
Ich darbte.
Ich kam heute echt ncht in den Tritt und brauchte Pause.
Ein Holzstapel lud zum Verweilen ein.
Da kam er oder sie,
Die rote Tüte auf der Backbordseite meines Rades hatte es dem Schmetterlin angetan.
Seit der von mir initiierten Familienfreizeit "Waldteufel und Korallen" in Nettersheim 2024 bin ich Schmetterlingsfan. Wir hatten eine cht tolle Führung.
Der Schmetterling blieb ruhig sitzen. Irgendetwas faszinierte. Vorsichtig kam ich näher und fotografierte.
Null Reaktion.
Derweil setzte sich ein Blauling auf meinen Fahrradhelm.
Ich versuchte, ihn zu necken und berührte ganz vorsichtig von vorne seine Fühler (Flügel berühren strengstens verboten!).
Null Reaktion.
Er flatterte ncht davon sondern auf meinen linken Handschuh.
Da war ich aber baff.
Nun, einen Schmetterling auf der Hand, das genoss ich erst einmal. Aber irgendwwann wollte ich auch weiter.
Ich versuchte, ihm klar zu mschen, dass wir uns trennen müssen, Abflug also
Null Reaktion.
Nun, dann rollten wir eben gemeinsam los.
Mein Gast blieb selbst im Fahrtwind entgegenkommender Fahrzeuge.
Nach 500 Metern ging ich auf Nummer Sicher für Tier und Mensch, ich zog vorsichtig meinen Handschuh aus, verabchiedete mich höflich und pustete meinen gar nicht so blinden Passagier in seine Umwelt.
Immer enn ich auf der Weiiterfahrtveinen seiner Art sah, sagte ich, das bist da ja wieder, nur welche Art, das habe ich heute noch nicht herausgefunden, die ersten Portale bildeten meinen kleinen Freund nicht ab.
Es war Sommer in Estland, es hatte intensiv geregnet, die Sonne schien, die Wiesen standen im saftigen Grün, ihre Wiesenblumen blühten nach Kräften, ein Paradies für jede Menge Schmetterlinge. 100 Tagfalter leben in Estland und noch viel viel mehr Nachfalter.
Es war schwer, sich von der schönen Situation mit den Schmetterlingen zu lösen.
Auf der Weiterfahrt wies ein Schild auf den Hafen von Alliklepa sadam 2km hin, ich wagte ein paar Meter Richtung see und
Tipp nach nur wenigen Metern vom EuroVelo 10 befinet sich hier eine weite Bucht mit einem tollen leeren Sandstarnd. Leer trotz Samstag.
Die hübsche Bushaltestelle von Kibru, es ist toll, wie Private ihre eigene Umgebung mitgestalten.
p>Während der Bikeline auf Apshalt via Villvalla empfiehlt, führte der EV 10 auf Schotter nach Pedase und im großen Bogen auf Harju-Risti zu, Dort gab es jetzt 2026 eine sehr hinderliche 4km lange Baustelle, aber einen Kauplus.In Padise fotogrfierte ich noch das alte Koster, dann raffte ich mich zu einem schon fast peinlichen Endspurt nach Paldiski auf, ich konnte einfach nicht mehr und schleppte mich dahin.
Kurz vor Padilski gab es noch die strahlende Kirche von Madise kerkus zu bewundern. Ich zählte wieder die Kilometer runter und freute mich, den Hafen von Paldiski zu sehen. Doch es zoooog sich noch ins Zentrum.
Endlich am Hotel Padilski angekommen ergab sich eine unendliche Check-In-Prozedur mit klemmendem Türschloss, wo mir einen Rennradfahrerin half, die mehr Geschick hatte als ich. Von der Architektur ein hübscher Kontrast zum Hexenhaus oben. Ein ganz kleines Zimmer aber sogar mit Kphlschrank und Küchenutensilien auf dem Gang, so dass ich mir per Wasserkocher noch etwas Warmes für die Seele erhitzen konnte. Und vorher unter vollem Wasserdruck Duschen. Herrlich!
Mann war ich platt.
In Tallinn gibt es wieder zwei Tage Erholung, aber da muss ich morgen erst noch hinkommen. Da ergab sich nämlich noch ein nerviges Problem.
Mehr Fotos gibt es in der Nachbearbeitung. Geduld!
Das war es erstmal im Radreise-Journal, ich wünsche eine Gute Nacht.
11.07.2026 Kilometer Tag 64,48 km / Gesamt bis hierher 1.179,09 km