Dietmar Wolf, der grüne Wolf für Düsseldorf

Radreise Baltikum

10.07.2026 von Haapsalu nach Raanaküla

So langsam geht es auf Tallinn zu, am 12.07.2026 sollte ich dort einrollen.

Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind besonders für den 11.07. nicht rosig./p>

Aber heute Morgen scheint die Sonne und roosig wird es später wohl auch, meine letzte Holzhütte auf der Radreise ist nämlich bei Roosie

Angekommen und was für ein hübsches "Hexenhäuschen". Morgen früh wird noch ein gutes Foto gemacht. Es hat ein spitzes Giebeldach und zwei Etagen, über eine Außentreppe geht es wohl in ein zweites Schlafzimmer. Keine Ahnung, meine Beine sind eh dick und schwer, da muss ich dann nicht auch noch hoch...

Was anderes muss ich aber. Ich bin ehrlich gesagt etwas verärgert. Für dieses Muss habe ich jetzt nur noch zwei Reisetage Zeit und diesen Abend. Also sitze ich übrigens sehr bequem auf der Terrasse meines Häuschens und tippe diese Zeilen, ohne jedoch regelmäßig den Blick schweifen zu lassen. Vielleicht sehe ja doch noch einen?
Einen was denn?

Na einen Elch! Überall hängen diese Warnschilder mit Hinweis auf Wildwechsel, hier Elchwechsel.
Elche?
Nie sehe ich welche!
Ich werde schon ganz neurotisch wenn ich so ein Warnschild sehe, hinter jedem Busch könnte doch einer hervor springen! Dann sehe ich etwas Braunes, ach, doch nur ein vertrockneter Busch, ein Pferd, ein Rind; herrje, Elche statt Rinder!

Drehen wir zurück auf Anfang diesen Tages. Der fand nämlich noch in Haapsalu statt.
Im Nachhinein bin ich ganz begeistert von dem Hostel Sport. Viele Segelfreunde träumen davon, einmal im Café Sport auf Flores, Azoren einzulaufen. Ich lief hier ein.

Aus der 1995 eingestellten Bahnstrecke erstellte man einen langen Radweg. Der führt circa 46 Kilometer von Haapsalu nach Turba, vormals Riisipere, siehe Bahntrassenradeln. Leider ist die Strecke bisher nicht für den EuroVelo 10/13 berücksichtigt, man kann ihn doch einige Kilometer nutzen.
Logisch, dass ich als Bahnfan dieses ausprobierte. Irgendwie verpasste ich den Absprung auf den EuroVelo 10 und rollte bis Taebla durch, was sich übrigens lohnte.
Einzelheiten siehe Eisenbahnmuseum Haapsalu

Für Tagesausflügler, die Strecke ist geschottert, bis Taebla sind es circa 12 Kilometer auf dem ehemaligen Bahndamm. Vom Bahnbetrieb ist fast nichts erhalten.

Von Taebla hieß es also ein gutes Stück auf der strak befahrenen Nationalstraße 9 zurück. Doch zum Glück konnte ich nach nur 2-3 Kilometern mit Gefälle rechts abbiegen.
Härma-Kapa tee heißt die kleine Asphaltstraße die mich von der 9 weg und zur 17 Richtung Linnamäe somit wieder auf den richtigen Weg genannt EuroVelo 10 brachte.
Das Sträßchen ist aspahltiert und gut befahrbar. Es schlängelt sich leise durch Dorf, Wald und Wiesen. Laut wurde es wieder auf der nationalen 17, es gibt wohl keine alternative Verbindung entlang der Küste. In Linnamäe agb es einen Boxenstop am dortigen coop-Kauplus. Prima ausgeschldert wie zumeist in Estland rolltte ich weiter minem Ziel entgegen. Leider wude es jetzt langweilig, aber, im Gegensatz zum Kilometerfressen bei Wind&Regen, ein Segen, es kam kein Wind entgegen, Tropfen spürte ich nur drei.
Ich bekam Kaffeedurst, doch keine Kaffeetanke weit und breit. Sollte man bei der Strecke wissen. Dennoch kam ich beiden Radbedingungen gut in den TRick, je weiter weg von Linnamäe, desto weniger wurde ich der Verkehr. Wohin die alle fuhren bleibt mir ein Rätsel.
Ich fuhr weiter nach Norden auf den Fischerort Dirhami zu, wurde aber durch Hinweisschilder rechts nach Spithami. Leider erfuhr ich erst später, dass es in Spithami einen Yachthafen mit Café gibt. Mich führte der EuroVelo schon vorher wieder rechts ab, diesmal auf einen 10 Kilometer lange alle Aufmerksamkeit kostende Schotterpiste. An derem Ende rechts befand sich das Roosies. Schnell eingescheckt, ich wurde schon erwartet, und ab weiter 1,3 km nach Nova, auf der Hauptstraße erstmal nicht dem EV 10 folgen, sondern rechts abbiegen, das gelbe Haus nach 300 Metern ist der Kauplus in Nova. Im Café direkt daneben gab es dann auch den wohlschmeckenden Kaffee.

Morgen früh übrigens auch, denn ab 10.00 Uhr hat man dort Frühstück. Bis morgen.

Immer noch kein Elch!!!



10.07.2026 Kilometer Tag 66,54 km / Gesamt bis hierher 1.114,61 km



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