Dietmar Wolf, der grüne Wolf für Düsseldorf

Radreise Baltikum

Von Saulkrasti nach Salacgrīva

Man war das ein Tag!
Der begann mit einem sehr leckeren Frühstück im Hotel Pie Maijas Saulkrasti und einer Führung durch den Garten mit Besichtigung von den zum Haus zugehörigen Bungalows. Manche verfügten sogar über Kamine, sehr fein das!

Ab in den Ort und zum Delikatessen-Veikals AUGU un DÄRZENI in der Ainazu iela 5, Saulkrasti mich mit frischen Dingen einzudecken, mit Salzgurken aus dem Gurkenfass zum Beispiel.

Dann ging die Reise los und vor der hatte ich etwas Bammel. Zu Recht. Mangels einer hübschen Küstenstraße oder eines entsprechenden gepflegten Radwegs lief der EuroVelo 13 zum Teil über die A1 bzw. E67 Via Baltica, einer sehr stark befahrenen Verbindung nach von/nach Tallin. Das ist Radfahrenden kaum zumutbar und im Prinzip gefährlich. Also verläufteder EV 13 die A1 ausweichend im ZickZack sehr oft über Schotterpisten.
Ja, da waren sie wieder und sie sollten heute sehr anstrengend werden.
ZUnächst rollte ich auf gutem Asphalt aus Saulkrasti heraus, Zvejnieciems und machte mich auf den Weg nach Skultes muiza. Etwas gewagt bog ich vorher nahe der Bushaltstelle Skola und einem 2km Schild links auf meine erste Schottepiste heute ab, die mich durch wunderschöne agrage Landschaft und zu Störchen brachte, die einem Bauern mit Heuweder quasi hiterher liefen und sich schnellen Schrittes über Beute hermachten. In Skultes muiza kam ich auch an, doch wo lang? Eine nette Frau von der PASTA, der lettischen Post brachte mich auf den richten Weg zur A1 nach Dunte.
Dort lebte einst Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen weil er damals Jakobe von Dunte in Liesupe ehelichte und so Gutsherr wurde. Heute ist es ein sehenswertes Msuem in einer wunderschönenmit Humor gestalteten Anlage. Kinder haben einen tollen Spielplatz sogar mit einem Dreimast-Schiff.

Die A1 war auf Grund eines Mehrzecksstreifens relativ gut zu befahren, das änderte sih später abr.
Die Abbiege nach Muskanli und Liepupe verpasste ich, strampelte also weiter und bos dann links nach Tuja ab. Da habe ich mir aber etwas angetan. Meine zweite Schotterpiste des Tages war eien reine Qual. Nach Tuja ging es ganz langsam los boleromäßig und endete auf der Geraden zurück zur A1 in permanente Bodenwellen die aber alles durchschüttelten.
An der Einmündung zur A1 traf ich den ersten Radreisenden heute, nähere Vorstellung unten. Wir fuhren eien Strecke gemeinsam, wobei die A1 ihren Mehrzweckstreifen leider verlor und wir uns bei so manch einem forchen LKW duckten. Wir strebten verschiedene Ziele an, José zog es in den Wald, mich zu meinem gebuchten Dach über dem Kopf in Salacgrīva, welches sich als recht hübsch herausstellte, besonders für Seefahrer. Die Innendekoration des kleinen Holzhauses hätte auch aus Ostfriesland komen können, doch Anker, rettungsringe Möve mit Welcome und Meer kommt schon von hier. Morgen fahre ich ämlich durch Ainazi, bekannt für seine Marineschule und Leuchtturm. Ist nämlich Ostsee hier.




Kilometer Tag 76,29 km / Gesamt bis hier hin 659,25 km


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José

So viele Radreisende sah ich bisher ja nun nicht auf dem EuroVelo 10/13 unterwegs. Mit Ausnahme von B. in ihren Rosa Sportschuhen war José der erste mit dem ich mich unterhalten konnte.
Gestartet ist er in seiner Heimatstadt Santiago de Compostela. Er plante, die Ostsee gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden, dann über Tschechien und Griechenland, weiter Italien und Frankreich wieder nach Hause zu kommen. Ein Jahre wäre er unterwegs, meinete er. Auf seinem Rad hatte er alles dabei, immer 5 Liter Wasser, er campt am liebsten im Wald.

Ein Jahr lang mit sich und seinem Fahrrad unterwegs, nur mit dem, was da drauf passt.

Adiós, José, hasta pronto en algún lugar de Europa


Radreise-Europa-Jose-Sanstiago-de-Compostela