Radreise Baltikum
08.07.2026 von Muda (Hiiumaa) nach Haapsalu (Festland)
Das Wetter soll wieder bescheidener werden, schaun mer mal.
Auch heute fuhr ich anders als die beiden EuroVelo, die mit dem Uhrzeigersinn rund um Hiiumaa ausgeschrieben sind. Ich kürzte genau wie gestern auf Saaremaa ab und rolle gegen den Uhrzeigersinn auf die Hafenstadt Heltermaa sadam zu, um dann nach Rohuküla auf´s Festland überzusetzen.
In Haapsalu sind zwei Tage eingeplant, die brauche ich mittlereile auch. Ziel wird das dortige Eisenbahnmusuem sein, das hoffentlich diesmal geöffnet hat.
Ich verließ Muda nach einem feinen Frühstück, das Ehepaar von Veski talu gab sich redliche Mühe. Für den Stromausfall in der Region gegen 09:00 Uhr konnten die beiden nu wirklich nichts und ich war glücklicherweise schon geduscht. Herzlich verabschiedete ich mich von ihren Laufenten, es machte noch einmal richtig Spaß den Tieren zuzusehen. Enten bin ich ja sehr zugeneigt, daher einhumoristischer Tipp zu einer Laufente.
Zur Strecke. Während die beiden Nordausflüge auf den Nachbarinselen Sinn machten und interessant waren, war es für heute schwach gewählt. Im Prinzip ging es nur auf der Nationalstraße 83 nur geradeaus. Das war nicht nur langweilig, es gab auch wieder Gegenwind ergänzt mit feinem Nieselregen durchsetzt von einzelnen Schauern. Schaurig. Eigentlich gedachte ich vor Käina rechts abzubiegen und einen schönen Schlenker über die Insel Kassari zu fahren, doch der Regen brachte mih davon ab. Dabei konnte ich einen kleinen Blick bei Utu auf die über Dämme mit Hiiumaa verbundene Insel werfen. Doch Grau in Grau? Hier etwas für Sie zum Reinlesen.
Kaffeedurst trieb mich nach Käina weiter.
Doch warum war ich nach einem Frühstück bereits nach 15km ausgelaugt? Wieder kräftiger Gegenwind, klar. Den oben erwähnten Erholungstag benötigte ich dringend.
In Käina suchte ich vergeblich ein geöffnetes Café, fand dabei aber die Ruine der Martins-Kirche und zurück zum coop Kauplus wo ich mich richtig mit was zu essen eindeckte. Während ich etwas verdrückte schaute ich mir das futuristische Gebäude näher an, welches mir beim Ankommen bereits auffiel. Da wäre ich wohl besser einmal hineingegangen. Was wie eine moderne Firma aussah ist tatsächlich das Windturm-Museum
Erlebniszentrum Tuuletorn Käina
Weiter, mach kein Gezeter, es sind noch ein paar Kilometer!
Nachdem ich noch einen kräftigen Regenguss sicher in einer Bushaltestelle abwetterte wurde genau das Wetter etwas besser. Ich konnte den Hafen früh erreichen und erst einmal einen großen Kaffee genießen.
Um 16.00 Uhr hieß es an Bord zu gehen, diesmal waren wir vier Radreisende, neben mir schifften sich drei toughe Radsportlerinnen mit tollen Rädern ein. Trainingsfahrt? Es sah nicht nach einfachen Hobby aus.
Die Überfahrt verlief glatter als ich dachte, in den 75 Minuten schaukelte die Fähre nicht einmal, obwohl es draussen fegte und in Strömen giss, siehe die entgegenkommende Fähre.
Rohuküla, Festland, ddas Hüpfen über drei Inseln hatte sein Ende. Von dort waren es nur noch 10 km bis zu meinem Hostel Sport. Aber da gibt es nun doch noch etwas zu berichten.
Im Hafen von Rohuküla gab es zunächst noch ein paar Fotos von der Fähre und einer grimmigen Wassergottheit.
Radweg
Der Bikeline-Führer empfahl 2026 einen tollen Radweg direkt vom Fährhafen Rohuküla auf Haapsalu zu, jedoch unbefestigt.
Nach in Augenscheinnahme der ersten Meter sprach ich wauf Grund der Vermaschtung aus vergangenen Regengüssen eine mündliche Verzichtserklärung aus und rollte die Nationalstraße 9 entlang. Die gestaltete sich super ausgebeut und ohne Verkehr, denn für den sorgten nur die Fähren.
Die 9 hielt noch eine Überraschung bereit, auf der rechten Seite erschien so nach 3 Kilometern die Ruine des neubarocken Schlosses Unguru loss derer von Ungern-Sternberg aus dem 16. Jahrhundert, aber nie fertig gestellt und nach und nach verfallen.
Ein faszinierender Ort.
Nach dem Ort Kiltsi zu dem Unguru Manor gehört begann ein gut ausgebauter Radweg neben der 9, der mich sicher nach Haapsalu brachte und noch eine weitere Überraschung bereit hielt.
Mein Hauptziel in Haapsalu, das Eisenbahnmuseum. Dazu morgen später mehr.
Meine Unterkunft, das Hostel Sport Haapsalu lag nur wenige Minuten entlang eines Radwegs und Bucht entfernt. Ich erhielt erst einmal weider einen Schock, als ich die Fassade sah. Aber das hatte man des Öfteren im Baltikum, innendrin war alles in Ordnung, klein aber fein. Mein Fahrrad kam direkt mit rein.
Am besten zeigten sich zwei Sachen:
1. ein hervorragends WLAN
2. eine Dusche mit einem kräftigen Strahl, der allen Staub, Dreck, Cremes, Insektem mit Hochdruck vom Leibe reinigte.
br />Wunderbar! Kann ich preisbewusst Reisenden empfehlen.
08.07.2026 Kilometer Tag 49,29 km / Gesamt bis hierher 1.034,32 km